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Existenzgründungszuschuss

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Existenzgründungszuschuss beantragen

Sie möchten neu starten, sich selbständig machen, und den Existenzgründungszuschuss beantragen? Darauf müssen Sie sich gut vorbereiten, den diese Förderung wird nicht sehr oft gewährt. Aber wenn, dann lohnt sich die Vorbereitung auf jeden Fall.

Gehören Sie zur Zielgruppe für eine Förderung durch die Agentur für Arbeit?

Zielgruppen. Gehören Sie dazu?

  • Gewerbe anmelden: Sie wollen sich in den nächsten zwölf Monaten gewerblich selbstständig machen und sind noch nicht gewerblich oder freiberuflich im Haupterwerb tätig
  • Nebengewerbe zum Hauptgewerbe ausbauen: Sie betreiben ein Gewerbe laut Gewerbeanmeldung im Nebenerwerb und planen jetzt, dieses Nebengewerbe als Hauptgewerbe auszubauen
  • Unternehmensübernahme: Sie planen (egal, in welchem Bundesland Sie sich befinden), ein in Bayern ansässiges Unternehmen zu übernehmen
  • Unternehmensbeteiligung: Sie werden sich mit mehr als 15 Prozent an einem Unternehmen beteiligen und die Geschäftsführungsbefugnis besitzen

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Wie bekommen Sie als Existenzgründer eine Förderung von der Arbeitsagentur?

Zu diesem Thema ist gerade ein neuer Ratgeber in Arbeit, der Ihnen Schritt für Schritt erklärt, wie Sie die Förderung für Existenzgründer beantragen. Diese Existenzgründungszuschuss-Fibel wird alle Tricks aus der Praxis verraten, die Sie sonst nicht im Internet finden.

Geschrieben wird er von Roland Manke, der bereits für sich und andere diesen Existenzgründerzuschuss bewilligt bekam. Sie können sich gern über meine Mailadresse cornelia.boelter /at/ versicherung-beratung.net bei mir melden, wenn Sie Interesse haben. Der Ratgeber erscheint im Oktober 2018

Vor der Bewilligung einer Förderung für Existenzgründer braucht man den Bezug von Arbeitslosengeld – und um das ALG I zu bekommen, muß man zunächst seinen Job verlieren und sich arbeitssuchend bzw. gleich arbeitslos melden.

Die Jobcenter bieten geeigneten Kandidaten außerdem das Einstiegsgeld an.
  1. Sie müssen sich unmittelbar nach Bekanntwerden des Verlustes Ihres Arbeitsplatzes, nach Möglichkeit zumindest drei Monate vor Beginn der Arbeitslosigkeit, bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend melden.
  2. Beantragung von ALG INach der Erstmeldung – online, telefonisch oder persönlich – ist ein Termin mit dem Sachbearbeiter obligat – es geht nicht ohne Termin. Bei diesem Termin erfolgt die Beantragung des ALG – der Grundantrag.
  3. Bezugsdauer und Höhe des ALG IAls Arbeitslosengeld erhalten Ledige 60% und verheiratete mit mindestens einem Kind 67 Prozent des letzten Nettogehalts. Arbeitslosengeld wird im Normalfall für zwölf Monate gezahlt. Arbeitslose über 50 Jahre erhalten das ALG über einen längeren Zeitraum von der Agentur für Arbeit. Hier können Sie die Höhe Ihres Arbeitslosengeldes berechnen – KLICK

Wie hoch ist der Existenzgründungszuschuss bzw. das Einstiegsgeld?

Existenzgründungszuschuss bedeutet:
  • Sie bekommen für maximal sechs Monate ihr ALG I weiterhin gezahlt, obwohl sie selbständig sind
  • Sie bekommen für maximal 15 Monate zusätzlich 300 Euro pro Monat für die Sozialversicherung (15 Monate ist hier der Normalfall)
Einstiegsgeld bedeutet:
  • Sie bekommen ihr ALG II / Hartz IV weiterhin gezahlt, obwohl sie selbständig sind – das Kind bekommt jedoch einen anderen Namen
  • Sie bekommen zusätzlich bis zu 5.000 Euro Zuschuss (Geldgeschenk)
    vom Jobcenter – ODER
  • Sie bekommen zusätzlich bis zu 5.000 Euro Darlehen vom Jobcenter
  • Sie bekommen zusätzlich 300 Euro pro Monat zusätzlich für die Sozialversicherung, in der Praxis aber i. d. R. nur für 6 Monate – das ist der Unterschied zum Gründerzuschuss bei Bezug von ALG I
Die gesamte Förderung für Existenzgründer vom Arbeitsamt ist steuerfrei,

auch wenn Sie sofort hohe Gewinne in Ihrem neugegründeten Unternehmen machen. Außerdem sind es Fördermittel ohne Rückzahlung. Egal, ob Sie Gewinne einfahren oder über Verluste klagen – wurden die Fördermittel bewilligt, sind sie ein Geschenk, ein steuerfreier Zuschuss.

Diese Förderungen wurden in den letzten Jahren ausgezahlt:

Holen Sie bei der Arbeitsagentur ihren Antrag auf Gründungszuschuss ab

Den Antrag holen Sie vor der eigentlichen Gründung ab. Machen Sie frühzeitig einen Termin – auf Ihren Wunsch bekommen Sie den Antrag ausgehändigt. Der Bearbeiter vermerkt den Tag der Ausgabe auf dem Antrag. Der Tag der Abholung ist der Tag der Antragstellung. Ab jetzt haben Sie mehrere Monate Zeit, das Gewerbe anzumelden.

Wenn Sie erst das Gewerbe anmelden und danach den Antrag abholen, ist es zu spät – die Förderung wird verweigert!

Prüfen Sie, ob Sie eine Erlaunis benötigen

Verschiedene Gewerbeanmeldungen benötigen eine Erlaubnis. So muss ein Handwerker in die Handwerksrolle eingetragen werden, ein Versicherungsmakler oder Finanzanlagenberater die entsprechende Erlaubnis nach Gewerbeordnung, und nur ein approbierter Apotheker darf eine Apotheke eröffnen. Das sind nur Beispiele, weitere Beispiele finden Sie in der Existenzgründungszuschuss-Fibel.

Ihr zuständige IHK berät Sie gern individuell. Sie bietet auch Kurse zur Vorbereitung auf entsprechende Prüfungen in verschiedenen Gewerben an.

Die Gründungsberatung als Einstieg in die Förderung der Existenzgründung

Eine Vor-Gründungsberatung erhöht die Chancen auf den Existenzgründungszuschuss erheblich. Die Agentur für Arbeit sieht, dass Sie sich fundiert mit der Materie befassen und die nötigen Schritte gehen.

Außerdem wird die Gründungsberatung ebenfalls gefördert.

Regional unterschiedlich werden von 50 bis zu 70 Prozent des Beraterhonorars bezuschusst – bezogen auf das maximal förderfähige Tageshonorar in Höhe von 800 Euro. Es können bis zu zehn Beratertage mit jeweils acht Beraterstunden gefördert werden. Somit werden maximal 5.600 von 8.000 Euro gefördert. Auch hierzu kann Ihnen die örtliche IHK Auskunft geben – auch wenn das Agentur für Arbeit sagt, es gäbe keine Förderung der Gründungsberatung.

Eine erste Beratung klärt zunächst folgende Fragen:

  • Reichen meine persönlichen und fachlichen Kenntnisse aus?
  • Lohnt es sich für mich, das Risiko der Selbstständigkeit einzugehen?
  • Sind meine finanziellen Überlegungen realisierbar?
  • Ist meine Geschäftsidee erfolgversprechend?
  • Stimmen meine Markteinschätzungen?
  • Sind meine Pläne realisierbar?
Mitunter bieten die Länder auch Zirkel-Beratungen oder runde Tische für Existenzgründer an.

Insbesondere, wenn Sie neben dem Existenzgründungszuschuss einen Kredit beantragen, sollten Sie auf jeden Fall danach suchen. Dort sitzen verschiedene Fachleute aus Wirtschaft und aus Banken – ähnlich der „Höhle der Löwen“.

Nur, dass diese „Löwen“ sich nicht direkt an Ihrem Unternehmen beteiligen, sondern nur mit fachlichem Rat und Krediten zur Seite stehen. Dafür behalten Sie 100% der Unternehmensanteile.

Darüber hinaus gibt es die Business Angels. Sie beteiligen sich mit Know-How und finanziell an Startups.

Eine weitere interessante Informationsquelle ist der Entrepreneurship Summit. Diesen hat Professor Faltlin an der Freien Universität Berlin ins Leben gerufen. Dort geht es um das Gründen mit Komponenten – ohne große Finanzierung. Das Wesentliche ist das entrepreneurial Design, also die Idee. Und wenn dann der Gründerzuschuss dazu kommt, sollte der finanziellen Freiheit als Unternehmer nichts mehr im Weg stehen.

Darüber hinaus sollten Sie sich überall informieren – wo Sie fundierte Informationen finden.

Mikrodarlehen, Gründerstipendium, Bildungsschecks für Existenzgründer sind einige Stichworte, wo Ihnen das Suchportal Ihrer Wahl sicher weiterhilft.

Jede Hochschule oder außeruniversitäre Forschungseinrichtung bietet eine Anlaufstelle für Gründerinnen und Gründer oder ist in ein Gründungsnetzwerk eingebunden. Gründungsinteressierte Studierende und Forschende finden hier Beratung und Unterstützung.

Mit einem KLICK HIER gelangen Sie auf eine Übersicht des Gründungsnetzwerks.

Der Businessplan

Der Businessplan ist für Gründerinnen und Gründer das Herz auf dem Weg zur Förderung durch den Existenzgründungszuschuss. Ohne Businessplan keine Förderung, kein KFW-Kredit.

Sie haben bis jetzt noch nie einen erstellt? Ausgebildete Unternehmensberater stehen mit Rat und Tat zur Seite. Eine Liste der zugelassenen Berater finden Sie bei der örtlichen IHK.

Versicherungen für Existenzgründer

In Deutschland gibt es eine Versicherungspflicht für die Krankenversicherung. Außerdem haben verschiedene Gewerbe eine Versicherungspflicht für eine Haftpflichtversicherung. Die neueste Regelung betrifft Immobilienmakler.

Aber auch die Versicherungen für Dienstleister im Transportgewerbe sind gesetzlich geregelt.

Auf jeden Fall sollten Sie sich die Frage stellen: bedroht ein Fehler von mir die finanzielle Existenz meiner Familie? Wenn diese Frage mit „Ja“ beantwortet wird, lassen Sie sich gern zu einer Haftpflichtversicherung beraten.

Es gibt Betriebshaftpflichtversicherungen, Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungen, Produkt-Haftpflichtversicherungen und Berufshaftpflicht-Versicherungen und einige mehr. Die Beiträge beginnen bei 150€ im Jahr. Sie richten sich nach Umsatz und versichertem Gewerbe.

Übrigens: Der Existenzgründerzuschuss finanziert die Krankenversicherung in der ersten Phase Ihres neu gegründeten Unternehmens – ausführliche Informationen finden Sie in der Existenzgründungszuschuss-Fibel.

Sie haben selbst gekündigt oder wollen kündigen?

Dann erhalten Sie normalerweise erst einmal eine Sperre von der Agentur für Arbeit. Ohne Arbeitslosengeld kein Existenzgründerzuschuss – ist das so? Wenn Sie wissen möchten, wie Sie dennoch in den Genuss der Förderung ohne Rückzahlung kommen, empfehle ich die Existenzgründerzuschuss-Fibel. Dort erhalten Sie die eine oder andere Möglichkeit aufgezeigt, die in der Praxis funktioniert.